Gegen das Vergessen - Holocaust Gedenktag 2017

Selten ist die Geschichte so direkt erfahrbar wie am Internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus.

Gegen das Vergessen - Holocaust Gedenktag 2017

Vortrag zum Holocaust Gedenktag in der Akademie der Polizei Hamburg

Aus erster Hand hörten interessierte Auszubildende und Studierende der Akademie in der Mensa des Polizei Ausbildungszentrums, welches Leid der Familie um den erzählenden Wilhelm Simonsohn widerfahren ist.

Hatte er zunächst eine glückliche Kindheit, so erfuhr er jedoch in seiner Jugend Anfeindungen und Beleidigungen. Sein Vater war ein Jude, seine Mutter Christin. Der Nationalsozialismus machte auch vor seiner Familie keinen Halt und so wurde sein Vater 1938 ins KZ Oranienburg gebracht. Wilhelm Simonsohn kämpfte für die Freilassung seines Vaters und konnte ihn nach wenigen Wochen wieder zu Hause willkommen heißen. Doch die Folgeerscheinungen der schlechten Haftbedingungen kosteten dem Vater schließlich das Leben.

Über sein Leben berichtend nutzt Herr Simonsohn gerne ein Zitat von Sören Kierkegaard: „Das Leben wird vorwärts gelebt und erst in der Rückschau verstanden.“ In einem folgenden Satz meinte er: „Manche der 'Zufälligkeiten' sind mir allerdings bis heute unbegreiflich geblieben.“