Kolloquium der Graduate School of Law, Economics and Society der Universität Würzburg

Am 5. Juni 2018 gastierte Prof. Eike Richter beim Interdisziplinären Kolloquium der Graduate School of Law, Economics and Society der Universität Würzburg.

Kolloquium der Graduate School of Law, Economics and Society der Universität Würzburg


Das traditionsreiche Kolloquium unter der Leitung von Prof. Dr. Ralf P. Schenke widmet sich Themen der Governance im europäischen und globalen Wettbewerb. Dabei steht der transdisziplinäre Austausch insbesondere zwischen der Rechtswissenschaft, den Wirtschaftswissenschaften, der Politikwissenschaft und der Soziologie im Mittelpunkt.

Unter dem Titel „Politik, Recht, Organisation und Technik – Reform- und Innovationsebenen der Digitalisierung und deren Zusammenspiel am Beispiel von E-Government und Digitaler Verwaltung" befasste sich der Vortrag von Prof. Richter mit den Frage, wie staatliche oder staatlich getragene Reformen zur Digitalisierung auf verschiedenen Ebenen gestaltet und gesteuert werden. Zu diesen Steuerungsebenen gehören vor allem die Politik, das Recht, die Prozesse, die Organisation und die digitale Informationstechnik – mit je eigenen Handlungsmustern, Rationalitäten, Fachlichkeiten und Akteuren. Für die erfolgreiche Umsetzung von Reformen hat sich als entscheidend erwiesen, ob und inwieweit es gelingt – nicht zuletzt unter Innovationsdynamik der Digitalisierung –, die Steuerungsebenen auf das jeweils gemeinsame Reformziel auszurichten und zueinander zu koordinieren. 

Der Vortrag ging vor allem am Beispiel der Reformbewegungen des E-Government und der Digitalen Verwaltung auf die Herausforderungen ein, die ein entsprechend ganzheitliches und ebenenintegrierendes Reformmanagement mit sich bringt. Der Vortrag beleuchtete vor dem Hintergrund der bisherigen und der aktuellen Reformpraxis herkömmliche und neue Reformmethoden und -instrumente wie etwa Verwaltungsvorschriften, Strategie- und Programmentwicklung, Governance, Projektmanagementtools, Modellierung, Experimentierräume, Design Thinking und Framing, unter welchen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen diese zu einer ganzheitlichen Reformsteuerung beitragen und was sie insbesondere für die Rolle des Rechts und seiner Gestaltung bedeuten.


(Titelfoto: Uni Würzburg)