Akademie der Polizei Hamburg

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FORSI-Sicherheitstagung „Resilienz bei Krisen, Katastrophen und Konflikten“

Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg, 
Forschungsinstitut für Unternehmenssicherheit und Sicherheitswirtschaft (FORSI), 
in Kooperation mit der Handelskammer Hamburg

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Resilienz bei Krisen, Katastrophen und Konflikten – 
Recht und Praxis der Eigenvorsorge von Bevölkerung, Betrieben und Behörden 

– 6. FORSI-Sicherheitstagung 2026 –
6. Oktober 2026, 10.00 h bis 16.30 h,
Polizeipräsidium Hamburg (Großer Sitzungssaal), Bruno-Georges-Platz 1, 22297 Hamburg

 

Deutschland ist einer hybriden Bedrohungslage ausgesetzt. Dazu zählen Cyberangriffe, die Ausspähung durch Drohnen und Sabotage an kritischer Infrastruktur (vgl. ferner auch den Anschlag auf die Berliner Stromversorgung vom Januar 2026). Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages konstatierte darüber hinaus in seinem Jahresbericht vom März 2026 eine „reale und unmittelbare Bedrohung für Deutschland“ (Jahresbericht v. 3.3.2026, S. 6). 

Die 6. FORSI-Sicherheitstagung 2026 nimmt sich angesichts dieser Lage der Eigenvorsorge durch Bevölkerung, Betriebe und (Sicherheits-) Behörden an und stellt die Kernfrage, ob das geltende Recht und die Praxis ausreichend auf Resilienz ausgerichtet sind.

So thematisiert z.B. das Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz den Selbstschutz und damit die Eigenvorsorge und Eigenhilfe der Bevölkerung, der Betriebe und der Behörden. Das jüngere KRITIS-Dachgesetz vom März 2026 verpflichtet wiederum nur bestimmte Betreiber Kritischer Infrastrukturen zu Resilienzmaßnahmen. In der Praxis haben sich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung noch nicht mit der Eigenvorsorge im Not- und Katastrophenfall (z.B. Trinkwasserbevorratung und stromunabhängige Ausstattung) befasst (Rohs/Lacher/Großmann, Notfall- und Katastrophenvorsorge in Deutschland - Ergebnisse einer Repräsentativen Bevölkerungsbefragung, 2025, S. 9). Die Wirtschaft hat teilweise eigene Vorsorgepläne entwickelt. Der Selbstschutz adressiert aber auch die Behörden, insbesondere die Sicherheitsbehörden, die gerade in der Krise institutionell funktionsfähig bleiben müssen. 

Die 6. FORSI-Sicherheitstagung nimmt sich vor diesem Hintergrund des Rechts und der Praxis der Eigenvorsorge von Bevölkerung, Betrieben und Behörden in Zeiten wachsender Bedrohung an. 

Tagesordnung

Tagesordnung

Resilienz & Krisenvorsorge – Tagung

1. Teil – Grußworte und Einführung
10:00
Grußwort
Prof. Thomas E. Gundlach, Dekan der Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg
10:15
Grußwort
Christian Graf, Chefjustitiar Handelskammer Hamburg
10:30
Grußwort und Einführung in die Tagung
Prof. Dr. Sven Eisenmenger, Leiter des FORSI
2. Teil – Grundlagenteil
10:45
Wer trägt Verantwortung für Resilienz? Vom Individuum zur Gesamtgesellschaft
Kathrin Stolzenburg, Leitung N.I Vorsorgeplanung im Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung, BBK
11:10
Die Rolle der Kommunen
a) Perspektive Deutscher Städte- und Gemeindebund
Finn Brüning, Referatsleiter Recht und Sicherheit, DStGB
b) Perspektive Stadt Essen
Christian Kromberg, Beigeordneter, Geschäftsbereich Recht, Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Stadt Essen
11:50
Kaffeepause
12:10
Impulse zur urbanen Krisenresilienz – Ergebnisse aus einem Fellowship in der Schweiz
Prof. Dr. André Röhl, NBS Northern Business School
12:30
Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Harald Olschok, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
13:00
Mittagspause
3. Teil – Eigenvorsorge der Betriebe
14:00
Der Krisenvorsorgeplan der Handelskammer Hamburg
Christian Graf, Chefjustitiar Handelskammer Hamburg
14:20
Unternehmen: Berliner Wasserbetriebe
Jean Kolarow, Chief Security Officer, Berliner Wasserbetriebe
14:40
Diskussion
Moderation: Dr. Malte Passarge, Geschäftsführer PRO HONORE e.V., Hamburg
15:00
Kaffeepause
4. Teil – Eigenvorsorge der Sicherheitsbehörden
15:20
Polizei Hamburg
Maik Vorwerk, Schutzpolizei / Fachstab / Einsatz (Leiter)
15:40
Feuerwehr Hamburg
Ben Bockemühl, Leiter der Akademie der Feuerwehr Hamburg
16:00
Diskussion
Moderation: Prof. Dr. Sven Eisenmenger
16:30 Uhr – Ende der Veranstaltung

Es wird noch eine gesonderte Einladung mit einer Anmeldemöglichkeit veröffentlicht werden. Die Tagung findet als Präsenzveranstaltung statt und ist kostenfrei. Wenden Sie sich mit Fragen gerne per Mail an uns: forsi@ak.polizei.hamburg.de.


Tagungsprogramm