Akademie der Polizei Hamburg

Sie lesen den Originaltext

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in leichte Sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in leichter Sprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Vielen Dank für Ihr Interesse an einer Übersetzung in Gebärden­sprache. Derzeit können wir Ihnen den Artikel leider nicht in Gebärdensprache anbieten. Wir bemühen uns aber das Angebot zu erweitern.

Train-the-Trainer - Workshop für Polizist:innen zum Thema Hasskriminalität durchgeführt

Im Rahmen des EU-Projekts TAHCLE - Training against Hate Crimes for Law Enforcement wurden Trainer:innen ausgebildet, um künftig Kolleg:innen und Nachwuchskräfte im Umgang mit Hassverbrechen zu unterrichten bzw. weiterzubilden.

Vom 16.-18. Juni 2026 fand in Hamburg ein von unserer Hochschule (Prof. Dr. Ulrike Zähringer, 
Prof. Dr. Eva Groß – beide vom Hamburger Institut für interdisziplinäre Kriminalitäts- und Sicherheitsforschung - HIKS) in Kooperation mit der Polizeiakademie Niedersachsen (Prof. a.d. PA Dr. Anabel Taefi, Prof. a.d. PA Dr. Joachim Häfele) und der HWR Berlin (Prof. Dr. Daniela Hunold) organisierter Train-the-Trainer–Workshop zur Schulung von Polizist:innen und Fachleuten der Strafverfolgung im Erkennen und Bearbeiten von Hasskriminalität statt.

© Polizei Hamburg

 

Was ist TAHCLE?

TAHCLE (Training against Hate Crimes for Law Enforcement) ist ein Schulungsprogramm für Multiplikator:innen zum Umgang der Polizei mit Hassverbrechen. Es wird europaweit durchgeführt, wobei die einzelnen Trainings auf die Bedürfnisse und rechtlichen Gegebenheiten des Landes zugeschnitten werden, in dem sie durchgeführt werden. Es handelt sich um ein kurzes, kompaktes und flexibles Schulungsprogramm. Als „Train-the-Trainer“-Seminar werden die Teilnehmenden befähigt, künftig ihre Kolleg:innen oder Nachwuchskräfte in diesem Bereich zu unterrichten bzw. weiterzubilden. 

© Polizei Hamburg

 

Was war Ziel des Trainings?

Training against Hate Crimes for Law Enforcement (TAHCLE) ist ein europaweit eingesetztes Programm, das darauf abzielt, die Fähigkeiten der Polizei beim Erkennen, Verstehen und Ermitteln von Hassverbrechen zu verbessern. Es soll die Fähigkeiten der Polizei bei der Prävention und Bekämpfung von Hassverbrechen, der effektiven Interaktion mit Opfer-Communities und der Stärkung des Vertrauens der Öffentlichkeit und der Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft verbessern.

TAHCLE möchte Polizeibehörden dabei unterstützen,

  • die wirksame Ermittlung und Verfolgung von Hassverbrechen sicherzustellen,
  • Grundlagen, Kontext und besondere Merkmale von Hassverbrechen zu verstehen,
  • Wissen über Rechtsvorschriften im Zusammenhang mit Hassverbrechen zu festigen,
  • zur Verbrechensprävention beizutragen,
  • die Zusammenarbeit der Öffentlichkeit mit der Polizei und den Respekt vor Polizeikräften zu fördern,
  • konstruktive Beziehungen zu marginalisierten oder bedrohten Gruppen in der Gesellschaft aufzubauen und
  • sicherzustellen, dass die polizeiliche Arbeit dem Schutz und der Förderung der Menschenrechte und der Nichtdiskriminierung dient.

 

Wer führte das Training durch?

TAHCLE wird vom Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR), das bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) angesiedelt ist, konzipiert und umgesetzt. Die OSZE ist die weltweit größte regionale Sicherheitsorganisation, und ODIHR die wichtigste Einrichtung der OSZE, die sich der Unterstützung von Staaten bei der Umsetzung ihrer Verpflichtungen im Bereich Menschenrechte und Demokratie widmet. 

 

Wer hat teilgenommen?

Aus Hamburg, Berlin und Niedersachsen nahmen insgesamt 23 Kolleg:innen aus der polizeilichen Aus- und Fortbildung, von den Landeskriminalämtern, Staatsschutzabteilungen, polizeilichen Präventionsdienststellen sowie der Staatsanwaltschaft teil.

 

Kosten

Die Kosten des Trainings wurden als Drittmittelprojekt vollständig von der Europäischen Kommission über die dortige „High Level Group on Combating Hate Speech and Hate Crime“ im Rahmen des Projekts “Partnership to understand, prevent, and respond to Hate Crime and Hate Speech on the ground” übernommen. Wir danken sehr für diese Förderung!

 

Mehr Informationen zum Programm

https://odihr.osce.org/odihr/662017